Rock ’n‘ Roll stammt aus den ländlichen Spelunken im Süden der USA und meint Sex haben.
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NKV Neuer Kunstverein
Im Nachgang zu einer Hängung für eine neue Ausstellung ging das Gespräch um „braucht die Kunst emanzipatorische Ansätze„, wodurch sie erst zu Kunst wird? Muss sie das Gute im Menschen fördern, was Platon fordert, damit sie erst zu Kunst wird?
Kunst sei nie unpolitisch. Sie stützt bestehende Strukturen oder stellt sie in Frage.
Für mich ist fast ausschließlich wichtig ob sie mich berührt und ob sie mir Inspiration bietet und mir einen Beitrag bietet zu reflektieren. Hat sie das für mich nicht ist sie mir egal.
Egal ist mir allerdings nicht ob und von wem sie instrumentalisiert wird. Ich weiß wo ich stehe. Bietet sie mir bestenfalls die Möglichkeit mich zu hinterfragen? Das ist zwar nicht nötig. Aber erweitert sie mir durch unkonventionelle, neue Ausdrucksformen mein Freiheitsgefühl, fühle ich mich entweder gespiegelt, sprich in Ordnung, oder erweitert sie meinen Horizont. Kunst kann insofern -für mich- emotionale Heimat sein.
Kunst die mich interessiert sollte, muss nicht, beim Rezipienten für seine Selbstbetrachtung offene Fragen provozieren. Fragen die z.B. ästhetischer, emotionaler, moralischer-ethnischer Natur sind oder von gesellschaftlicher Relevanz. Er sollte sich bestenfalls angerührt, sinnlich, begleitet fühlen. Ihm vielleicht sogar die Möglichkeit bieten für sich eigene, ggf. neue Fragen zu stellen um Antworten zu finden die nicht durch vorgegebene Optionen eingeschränkt sind.
Mag ich Einfluss nehmen? Mich proaktiv beteiligen?
Ich blicke noch nicht durch. Der Trupp, Neuer Kunstverein, ist basisdemokratisch. Diese Konsensfähigkeit und die Gesprächskultur ist angenehm.
Es geht oft genug um die Macht der Worte. Ich bin, glaube ich, viel zu rebellisch. Manche lassen DIE Kultur, wie sie sie verstehen, pathetisch aufgeblasen hochleben. Da mache ich nicht mit. Mir geht es um das Sinnliche in der Kunst. Sie allein macht es für mich aus. Da ist genug Inspiration für mich. Sich (selbst) mit Kunst auseinandersetzen ist schon schön.
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Jazz
Jazz leitet sich wahrscheinlich von dinza, dem Ki-Kongo-Wort (BantuSprache) für ejakulieren ab.
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Verzweifeln
Desperandum est ist eine lateinische Redewendung, die übersetzt
„es ist zum verzweifeln“
bedeutet.
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Ostern
Leipzig, 19.04.’25
Heute morgen beim Frühstück im Hotel. Niemand mehr im Raum. Wie aus dem Nichts liegt ein buntes Hühnerei auf dem Tisch. Gehen durch die Fußgängerzone. Werde vom Osterhasen angegangen der mir einen Flyer in die Hand drücken will.
Im dm-Markt werde ich von Osterhasen umzingelt. Hoffte das seinen nur die Produkteinräumerinnen. Zwischenzeitlich sendet ein Freund aus Schweden ein Video, wo er mit einem Kleinbagger ein Riesenosterei transportiert. Nachts hatte ich von Osterhasenaliens geträumt die mich verfolgen.
Auf dem Rückweg ins Hotel sehe ein vorbeirasendes Taxi mit einem Osterei im Neon-Taxi-Banner auf dem Dach.
Karin: du hast wohl ’nen Knick in der Optik. Das Taxi hätte den üblichen Taxileuchter auf dem Dach gehabt.
Ich muss sagen, sie hat das Taxi nicht wirklich gesehen.
🙏🤷♂️
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Münder die sich berühren
Wenn ich dir gegenübersitze sehe ich Deinen unverwechselbaren sprechenden Mund 👄 mit der sinnlichen breiten Marzipanunterlippe. Er ist offen, neugierig und empfänglich.
Er will geben.
Wenn ich ihn berühre ist es bald wie wenn sich zwei Vulven aneinander reiben; die Vorstufe des hellen Wahnsinns, bei dem sich Zärtlichkeit und heftiges Verlangen, Dominieren und Hingabe ineinander auflösen, ein Über und Unter miteinander ins Eins verschmelzen.
Und so kommt es auch. ❤️🔥
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der Gedanke
Plötzlich war es da
ist es schon ein Gedanke
ist es eine Phantasie
es ist unfertig
entspringt es einem Gefühl
wieder und wieder kehrt es
worauf gründet es sich
fordert es mich auf ihm nachzugehen
oder drängt sich da was auf
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ich bleib bei mir
Als der Fortschritt fort schritt,
blieb ich mit mir allein.
Einsam war ich nicht beim zurückgewinnen meiner selbst,
denn ich bin verbunden mit der Welt.
War der Fortschritt meiner?
Ruhig entschied ich, ich bleib bei mir.
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Mein Glaubensbekenntnis
Wer bin ich?
Zunächst mal ich.
Ich gehöre niemandem.
Auf dieser Basis bin ich für Dich da.

