Kategorie: Kunst/Kultur/Rezensionen

  • sportlich

    Auf’n Mal will der ’ne eigene Postleitzahl. 

    Das nenn ich sportlich. 

    Warum komm ich da selbst nicht drauf?

  • Tischlein deck Dich

    Crispy Shrimps mit Nagasaki-Soße

    für Geschmacksexplosionen in Mund und Nase

    Gutmenschen-Cocktail 

    Veganer Eierlikör

  • NKV Neuer Kunstverein

    Im Nachgang zu einer Hängung für eine neue Ausstellung ging das Gespräch um „braucht die Kunst emanzipatorische Ansätze„, wodurch sie erst zu Kunst wird? Muss sie das Gute im Menschen fördern, was Platon fordert, damit sie erst zu Kunst wird? 

    Kunst sei nie unpolitisch. Sie stützt bestehende Strukturen oder stellt sie in Frage. 

    Für mich ist fast ausschließlich wichtig ob sie mich berührt und ob sie mir Inspiration bietet und mir einen Beitrag bietet zu reflektieren. Hat sie das für mich nicht ist sie mir egal. 

    Egal ist mir allerdings nicht ob und von wem sie instrumentalisiert wird. Ich weiß wo ich stehe. Bietet sie mir bestenfalls die Möglichkeit mich zu hinterfragen? Das ist zwar nicht nötig. Aber erweitert sie mir durch unkonventionelle, neue Ausdrucksformen mein Freiheitsgefühl, fühle ich mich entweder gespiegelt, sprich in Ordnung, oder erweitert sie meinen Horizont. Kunst kann insofern -für mich- emotionale Heimat sein.

    Kunst die mich interessiert sollte, muss nicht, beim Rezipienten für seine Selbstbetrachtung offene Fragen provozieren. Fragen die z.B. ästhetischer, emotionaler, moralischer-ethnischer Natur sind oder von gesellschaftlicher Relevanz. Er sollte sich bestenfalls angerührt, sinnlich, begleitet fühlen. Ihm vielleicht sogar die Möglichkeit bieten für sich eigene, ggf. neue Fragen zu stellen um Antworten zu finden die nicht durch vorgegebene Optionen eingeschränkt sind.

    Mag ich Einfluss nehmen? Mich proaktiv beteiligen?

    Ich blicke noch nicht durch. Der Trupp, Neuer Kunstverein, ist basisdemokratisch. Diese Konsensfähigkeit und die Gesprächskultur ist angenehm. 

    Es geht oft genug um die Macht der Worte. Ich bin, glaube ich, viel zu rebellisch. Manche lassen DIE Kultur, wie sie sie verstehen, pathetisch aufgeblasen hochleben. Da mache ich nicht mit. Mir geht es um das Sinnliche in der Kunst. Sie allein macht es für mich aus. Da ist genug Inspiration für mich. Sich (selbst) mit Kunst auseinandersetzen ist schon schön.

  • der Gedanke

    Plötzlich war es da

    ist es schon ein Gedanke

    ist es eine Phantasie

    es ist unfertig

    entspringt es einem Gefühl

    wieder und wieder kehrt es

    worauf gründet es sich

    fordert es mich auf ihm nachzugehen

    oder drängt sich da was auf

  • ich bleib bei mir

    Als der Fortschritt fort schritt,

    blieb ich mit mir allein. 

    Einsam war ich nicht beim zurückgewinnen meiner selbst,

    denn ich bin verbunden mit der Welt. 

    War der Fortschritt meiner? 

    Ruhig entschied ich, ich bleib bei mir.

  • Texte

    Es gibt Bücher …

    Nur mit einem fast rhythmischen lesen der Sätze dessen, was zwischen unzählige Kommas gepackt wurde, fast wie ein Schauspieler Texte vorträgt und „lebt“, konnte ich die präzisen und geradezu sinnlichen Beschreibungen der Orte, Personen, Gedanken und die Geschichte, die alles umgab, auf mich wirken lassen, ja genießen. 

    Ohne diese Art des Modulierens und Hervorhebens in meinem Kopf wäre alles zu einem Brei von Wörtern, vielleicht Nebensätzen, mit einem verschwundenen Hauptsatz verkommen.

  • Soße

    Soße zum Wolfsbarsch:

    Sahne, Zucker, pürierte Gambas und ein bisschen Weißwein

    nach Gusto würzen

  • Die Mauer

    Per Definition ist die Mauer eine Wand aus Steinen und Mörtel.

    Und da fängt das Problem schon an; entweder Mauer oder Wand.

    Bei Mauer kommen sofort Assoziationen an Donald Trump, die Berliner Mauer etc. pp.

    Bei Wand assoziiert man sofort etwas anderes, nämlich Steine, die zu etwas Positivem gehören könnten. Etwa zu einem Haus oder nützlichen Bauwerk.

    Hat die Mauer ein Leben. Stellt sie sich die Seinsfrage und die Frage nach ihrer Einbettung in die Lebenswirklichkeit?

    Wenn eins klar ist, sie hat eine Lebensdauer!

    Wird sie wertgeschätzt?

    Vor allem, wer oder was umgibt sie, wer pflegt  sie?

    Kann man Risse vermeiden?

    Wie ist das psychosoziale Umfeld der Wand?

    Ist sie ungeschminkt? Welche Farbe trägt sie?

    Ist sie bemalt oder beschmiert?

    Die Antwort liegt im Auge des Betrachters!

    Macht sie einen positiven Eindruck, welche Ausstrahlung hat sie?

    Ist sie ein Sonderling? Wird sie akzeptiert?

    Nach dem Motto: wie man die Wand sieht, so wirkt sie!

    Sie ist das Produkt ihrer Umwelt!

    Hat sie ein Alleinstellungsmerkmal?

    Lässt sie alles mit sich machen oder reagiert sie auch auf ihre Umwelt?

    Sie könnte verwittern.

    Es fragt sich allerdings nach wie vor, ist sie nur eine Mauer oder gehört sie zu einem Bauwerk?

    Mit Wand könnte dennoch das nächste Problem entstehen. Denn theoretisch gehört sie zu einem Gefängnis.

    Sie steht nun mal da. Ohne fremde Hilfe kommt sie da nicht weg.

    Bietet sie Schutz, reiben sich Tiere das Fell an ihr, wird sie von Männern angepinkelt?

    Dient sie als Kulisse zu einem Film?

    Monumentalfilm, Komödie, Drama. Wie ist ihre Stellung darin?

    Verstecken sich Liebespaare hinter ihr?

    Beherbergt sie Betten einer glücklichen Familie oder Soldaten in Kasernen?

    Kommt sie in den Medien gut an?

    Wird sie zum Thema für Literatur oder wie wird sie vom Feuilleton beachtet?

    Ist sie Gegenstand kulturhistorischer Betrachtung oder Bedeutung?

    Wie ist ihr Leumund?

    Wird über sie abfällig geredet? Oder spricht man gut über sie?

    Ist sie von Wert?

    Was geschieht mit ihr? Wird sie ausgenutzt?

    Ist sie in einen Wertschöpfungsprozess eingebunden, ein Produktionsmittel oder steht sie da einfach nur rum?

    Kommt sie zur Ruhe? Fragt jemand mal wie es ihr geht?

    Findet vor der Mauer ein großes Gedränge statt?

    Verhindert sie Anstürme oder stellt sie sich gar Revolutionen in den Weg?

    Bietet sie Schutz vor Überschwemmungen oder ist sie ein Artefakt mit einer interessanten Vita?

    Wird über sie resoniert oder kommt sie wohlwollend in Rezensionen vor?

    Ist sie voll von kulturhistorischer Bedeutung?

    Auf welchem Fundament steht die Mauer oder Wand?

    Ist sie Gegenstand philosophischer Betrachtungen?

    Ist sie Zeugnis eines neuen Denkens?

    Schluss mit diesen ontologischen Ausflügen!

    Was denn nun, Mauer oder Wand?

    Bleibt die finale Frage: Wem nützt sie?

  • DER ABRÄUMER

    DER ABRÄUMER
    seine Miene verdunkelt sich
    die Augen werden zu Schlitzen
    die Lippen schmal
    er tritt gegen jeden Gegner an
    nichts und niemand macht ihm Angst
    sein Vorbild John Rambo
    schon steht er breitbeinig
    Ende Gelände
    macht reinen Tisch,
    ohne Worte, ruckzuck, kompromisslos
    eine Sache von nicht mal einer Minute
    Dann klappt die Kühlschranktüre zu

  • Biopic; Plot

    Sie strahlen 

    wollen sich nicht verraten 

    und doch kann es jeder sehen 

    sie sind so bei sich

    können sich einander verschenken 

    sie wollen einander gehören 

    nicht besitzen 

    niemandes Eigentum 

    sie wurden freie Menschen 

    alle Schranken weggeschmissen 

    sie ist reich

    wenn auch nicht gewöhnlich 

    sie haben sich gefunden 

    wenn auch gebunden

    kann denn ihre Liebe Sünde sein

    lange hatte es gebraucht 

    sie suchte einen Mann

    der Ihr wirklich geben kann

    er spürte immer etwas

    das Zarte wurde duch den Kopf erstickt

    so frei wie Pubertierende 

    als ginge der Vorhang auf 

    auf ihrer Bühne

    ist er der Clown, sie Dopteuse.

    Biopic; Herr S. und Frau M.- Der Film

    künstlerisch besonders wertvoll 😉